Der Rat von Prag 1 hat die Ergebnisse der externen forensischen Prüfung des Krankenhauses Na Františku zur Kenntnis genommen

Der Rat des Stadtbezirks Prag 1 hat auf seiner Sitzung am Dienstag die Ergebnisse der externen forensischen Prüfung des Krankenhauses Na Františku zur Kenntnis genommen. Die wichtigsten Punkte der Prüfungsergebnisse stimmen mit den Ergebnissen einer zuvor abgeschlossenen internen Prüfung überein, doch bietet die forensische Prüfung einen tieferen Einblick in ausgewählte Bereiche der Krankenhausabläufe und lieferte zudem Erkenntnisse, mit denen sich die interne Prüfung aufgrund ihres Umfangs nicht befassen konnte. Gleichzeitig beauftragte der Rat die Bezirksverwaltung, rechtliche Unterstützung für weitere konkrete Schritte im Anschluss an die Ergebnisse des Audits sicherzustellen.

Das externe forensische Audit wurde vom Rat im Januar dieses Jahres im Anschluss an die aktuellen Entwicklungen im Krankenhaus Na Františku als unabhängige Überprüfung der Funktionsweise der öffentlich-rechtlichen Einrichtung in Auftrag gegeben. Seine Schlussfolgerungen stimmen in einigen Bereichen mit den Ergebnissen des internen Audits überein, das unter anderem auf Schwachstellen im internen Kontrollsystem hingewiesen und eine Präzisierung der internen Vorschriften sowie eine Stärkung der Kontrollmechanismen empfohlen hatte. Gleichzeitig hat die forensische Prüfung diese Themen in einem breiteren Kontext bewertet und sie einer eingehenderen Untersuchung unterzogen, wie es diese Form der Prüfung ermöglicht.

Die festgestellten Mängel betreffen die interne Arbeitsweise der öffentlich-rechtlichen Einrichtung, weshalb ihre Behebung in erster Linie durch die Anpassung ihrer eigenen Steuerungs- und Kontrollmechanismen erfolgen sollte. Aus diesem Grund hat der Rat in seinem gestrigen Beschluss die Bezirksverwaltung angewiesen, bei der Ausarbeitung konkreter Beschlüsse über mögliche Abhilfemaßnahmen und das weitere Vorgehen rechtliche Unterstützung zu gewährleisten.

Die Ergebnisse der forensischen Prüfung werden den Vertretern des Stadtbezirks am Donnerstag, dem 7. Mai, ab 17:00 Uhr auf einer außerordentlichen Sitzung des Stadtrats von Prag 1 vorgestellt. Nach der Beratung im Stadtrat werden Anforderungen an die Geschäftsführung des Krankenhauses Na Františku formuliert, insbesondere im Hinblick auf Korrekturmaßnahmen und das weitere Vorgehen in Bezug auf die innerhalb der Einrichtung festgestellten Mängel.

Der Bezirksrat befasste sich letzte Woche zudem mit der Finanzlage des Krankenhauses für das Jahr 2025. Das Krankenhaus erzielte in diesem Jahr Einsparungen in Höhe von 16 Millionen Kronen gegenüber dem festgelegten Plan. Aus diesem Grund stimmte der Rat zu, den nicht ausgeschöpften Zuschuss dem Krankenhaus zu belassen, unter anderem auch zum Zweck der Auszahlung von Sonderprämien an die Mitarbeiter, die zu diesem Ergebnis beigetragen haben.

Das Krankenhaus Na Františku ist die älteste durchgehend betriebene medizinische Einrichtung in Mitteleuropa. In den letzten Jahren hat es eine bedeutende Entwicklung durchlaufen, das Versorgungsangebot erweitert, die ambulanten Bereiche ausgebaut und seine wirtschaftliche sowie personelle Basis langfristig gestärkt. Nach zuvor veröffentlichten Ergebnissen behandelte das Krankenhaus im Jahr 2024 mehr als 134.000 Patienten, führte über 3.500 Operationen durch und erzielte im vergangenen Jahr einen Haushaltsüberschuss mit Einnahmen in Höhe von 792 Millionen Kronen. 

Quelle: Prag 1